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Sowjetunion

Freizeit, Springen, Dressur, Distanz

ca. 166 cm

meist Fuchs mit Goldglanz

Ursprung

Steppengebiete an den Ufern des Don und seiner Nebenflüsse.

Zuchtgebiet(e)

Allgemeines zur Pferderasse

Donpferde sind keine Rennpferde, aber sie sind bemerkenswert ausdauernd, anspruchslos, gesund und fruchtbar und verfügen im allgemeinen über ein beachtliches Springvermögen. Ein weiterer Vorteil des Donpferdes ist, daß es mutig jedes Hindernis angeht. Da es den Lärm von Publikum und Orchester nicht scheut, wird es als hervorragender "Sportler" geschätzt.

Exterieur

Korrektes Exterieur, kleiner Kopf mit lebhaften Augen und Ohren, starke Muskulatur, kräftiger Rücken und Kreuz, trockene Gliedmaßen und feste Hufe.

Interieur

Ausdauernd, anspruchslos, gesund und fruchtbar, mutig.

Zuchtgeschichte

Die systematische Selektion der Don-Rasse begann in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. In der Population westlich des Don wurden vorwiegend Englisch VolIblut und Orlow-Rostopschiner zur Veredlung verwendet, östlich des Don mehr die orientalischen Rassen.Die anfänglich private Pferdezucht am Don nahm im 19. Jahrhundert staatlichen Charakter an. Zur Verbesserung des "Kosakenpferdes" wurden Stutenherden mit jeweils einem Zuchthengst gebil-det. Es wurde eine Verordnung über die Bildung von Zuchtherden in den Stanizas (Siedlung der Kosaken) erlassen, denn die russische Kavallerie und Kosakenarmee brauchten gute Reitpferde: "Die heutigen Gestüte am Don müssen zur Zucht dienen von stattlichen, leichten, kräftigen Pferden, die in allen Be-dingungen dem Kosakendienst genügen. Unter diesem Ziel müssen die Gestüte: erstens die Herden in den Stanizas veredeln, diese mit aus den Gestüten kommenden Hengsten versorgen, zweitens das Kosakenpferd selbst verbessern." (Verordnung über die Armeegestüte der Donarmee, 1842)Dies führte zum intensiven Einsatz der Don-Rasse in allen Steppen-regionen. In Kasachstan, Kirgisien, im südlichen Sibirien und im Transbaikal wurde das Don-Pferd sowohl als reine Rasse als auch zur Züchtung neuer Rassen, so der Kirgisen- und Kushum-Rasse, eingesetzt.Im 20. Jahrhundert war die Don-Rasse die am weitest verbreitetste Rasse in der UdSSR. Während des Ersten Weltkrieges und der Bürgerkriege wurden die Bestände allerdings stark dezimiert, ja beinahe ganz ausgerottet. Ein Wiederaufbau der Zucht wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in den Gestüten Budjonny, Zimovnikovski im Gebiet Rostov am Don sowie im Gestüt Issyk-Kul in Kirgisien begonnen. Es ist ein Verdienst der Soldaten der "Ersten Reiterarmee" des späteren Marschalls der Sowjetunion, Semjon Michaijlowitsch Budjonny, daß die Donpferde in ihrem Bestand wieder überlebten. Diese Reiterarmee sammelten während der Jahre 1921 und 22 die Restbestände und brachten sie in die neugegründeten Gestüte am Don. Mittlerweile werden wieder ca. 17000 reinrassige Don-Pferde gezählt.

Im 18. Jahrhundert begann in den fruchtbaren Steppengebieten an den Ufern des Don und seiner Nebenflüsse eine Intensivierung der Pferdezucht. Dieses Gebiet diente schon sehr lange als Weideland für viele Pferdeherden, unter denen sich noch im vorigen Jahrhundert vollständig wilde Pferde befanden - die Tarpane. Das frühere Donpferd war nicht groß, hatte einen leichten Ramskopf, kräftige, trockene Beine und war ausdauernd und wenig anspruchsvoll. Das ursprüngliche Donpferd entstand aus Kreuzungen und Ineinanderfließen von vielen verschiedenartigen Rassen. Jahrhundertelang kamen aus allen Ecken Russlands Menschen mit ihren Pferden in die freie Steppe am Don, um Beute und Abenteuer zu finden. Sie begannen ihre verschiedenartigen Pferde zu kreuzen, anfänglich mit turkmenischen, arabischen und karabaghischen Pferden, später mit Orlow-Rostopschinern, Streletzker Araber und englischen Vollblütern.

Die gute Futtergrundlage der Ursprungsgebiete und die Herdenhaltung trugen zur Entwicklung einer Rasse bei, die sich durch hohe Widerstandskraft und eine bemerkenswerte Anpassungs-fähigkeit auszeichnete. Als offizielles Datum der Entstehung der Donrasse gilt heute das Jahr 1770, als der Kosakenataman M. I. Platow das erste Gestüt am Don gründete. Platow hatte als Heerführer an Schlachten mit den Türken und Persern teilgenommen und konnte den Bestand seines Gestütes mit Beutepferden - Arabern, Persern und Türken - bereichern. Später, als Begleiter von Zar Alexander I. nach England, erhielt er als Geschenk fünf englische Vollbluthengste, die in sein Gestüt kamen und die ersten englischen Pferde waren, die zur Veredelung des Donpferdes verwendet wurden. Später kamen englische Vollblüter in die Gestüte von W. D. Ilawajski, I. J. Korolkow und anderer russischer Züchter.

Quelle(n)

http://www.karabagh.de/

Foto-Galerie

Don